AKTION FEUERKINDER TANSANIA - www.Feuerkinder.de


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Motivation

Sehr viele Länder des afrikanischen Kontinentes zählen zu den ärmsten der Welt. So leben auch in Tansania die meisten Menschen unter der Armutsgrenze. In ihren Hütten kochen sie an offenen Feuerstellen. Nicht wenige Kleinkinder krabbeln unbeabsichtigt in diese Feuerstellen und ziehen sich oft schrecklichste Brandwunden zu. Eine ärztliche Erst- oder Weiterversorgung dieser Notfälle gibt es praktisch nicht. Die Folgen sind großflächige und entstellende Narbenbildungen, die zu Gelenkversteifungen führen und damit dauerhaft den Erwerb des Lebensnotwendigen erschweren oder gar unmöglich machen ("Feuerkinder").

"Feuerkind" Kelvin (6). Extreme, steinharte Verbrennungsnarben lassen ihn das rechte Bein nicht mehr strecken und den rechten Arm nicht weiter anheben. Die Finger sind nicht mehr beweglich.




Die Narbenkontrakturen konnten bei Kelvin entfernt werden, die Beweglichkeit von Arm und Bein sind voll wieder hergestellt und drei der fünf Finger sind wieder gebrauchsfähig.

Anlässlich einer Urlaubsreise im Jahr 1998 zu den Naturwundern im Norden Tansanias wurde der Anästhesist Dr. Heinz Giering im Behindertenzentrum Usa River der Evangelischen Kirche Tansanias vom dortigen Missionar Wolfgang Kopp mit dem Leid der "Feuerkinder" konfrontiert. Auch Kinder mit Klumpfüßen, Kinder mit völlig deformierten Extremitäten durch Mangelernährung oder durch Trinkwasser mit zu hohem Fluorgehalt verursacht, werden in diesem Behindertenzentrum betreut. Giering und Kopp initiierten noch 1998 für die Kinder des Zentrums eine medizinisch-operative Hilfe, aus der sich das Projekt "Feuerkinder Tansania" entwickelte. Noch im gleichen Jahr konnten sie die Kinderorthopädin Dr. Annemarie Schraml als fachlich hoch qualifizierte Operateurin gewinnen. Heute leitet Dr. Annemarie Schraml zusammen mit Dr. Heinz Giering das Hilfsprojekt "Feuerkinder".


Die Armut ist groß. In dieser Hütte wohnt die sechsköpfige Familie von Zakayo.




Seine beiden kleinen Schwestern verbergen schlimme O-Beine unter ihren Kleidern.

Seit dem Jahr 2000 fahren sie, z. T. in ihrem Urlaub, mit einem medizinisch-technischen Team 1-2x jährlich für 2-4 Wochen nach Tansania.. Im Nkoaranga-Hospital, am Fuße des Mount Meru, werden unter einfachsten Bedingungen körperbehinderte Kinder und Jugendliche kostenlos operiert. Drei Schwerpunkte haben sich dabei entwickelt: die operativen Behandlungen von Verbrennungsopfern, von angeborenen Klumpfüßen sowie von schweren Knochenverbiegungen durch Mangel- oder Fehlernährung (Vitamin-D-Mangel, Fluorose). Besonders erfreulich ist dabei, dass es seit 2011 gelungen ist, eine kontinuierliche Frühbehandlung von Klumpfüßen mit der Ponseti-Methode durch einheimische Mitarbeiter einzuführen.


Eliseta (5) mit Deformitäten der Beine durch zu viel Fluor im Trinkwasser.




Crala (6) mit schwersten Klumpfußfehlstellungen beider Füße.

Alle für diese Eingriffe notwendigen Utensilien - vom Narkosemittel über die Gipsbinde bis hin zum OP-Faden - müssen in Deutschland gekauft und nach Tansania mitgenommen werden. Im Behindertenzentrum Usa River (URRC) konnte die erste durch das Feuerkinder-Projekt gegründete orthopädische Werkstatt der Meru-Diözöse in Nordtansania mit ausschließlich einheimischen und in Tansania ausgebildeten Mitarbeitern 2011 den vollen Betrieb aufnehmen!

OP (2000). Im ersten OP-Jahr gab es keine Elekrizität im OP und Termiten hatten sich in die Wände eingenistet.

OP (2003). Strom ist (fast) immer vorhanden, die Wände wurden gefliest. Während der Operation: schwarzes und weißes medizinisches Personal arbeitet Hand in Hand. Ein wichtiger Punkt für den Erfolg von Projekten in der dritten Welt.

Bis 2017 wurden in 18 Jahren bei 24 Einsätzen in Tansania 1.899 Operationen erfolgreich durchgeführt und mehr als 6.700 Patienten ambulant oder konservativ-stationär behandelt!

Im Jahr 2003 hat der pensionierte Sanitärinstallateur Alfred Neuner eine Solaranlage für das Nkoaranga-Hospital - allein aus landestypischen Materialien - gebaut. Zum ersten Mal haben Patienten und Personal damit warmes Wasser zur Verfügung!


Crala konnte nur mit stärksten Schmerzen laufen und bewegte sich deshalb fast nur auf den Knien fort.

Crala während der Operation: der rechte Fuß ist schon fertig. Am Heiligen Abend (2003) konnte Crala in der Kirche vor dem Altar Fußball spielen!

Alle für die medizinische und technische Hilfe sowie für die Ausbildung einheimischer Mitarbeiter und die Betreuung von Familien behinderter Kinder notwendigen Gelder werden ausschließlich durch Spenden aufgebracht.

Wir bitten Sie deshalb um Unterstützung unserer humanitären Arbeit in Tansania - und sei es mit einem noch so kleinen Betrag.


Zur den Spendeninformationen hier klicken


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